Klosterhof Glienicke – Backsteinarkaden mit Brunnen und antiken Skulpturen

Klosterhof Glienicke

Romantischer Innenhof mit mittelalterlichem Flair

Der Klosterhof ist einer der atmosphärischsten Orte im Park Glienicke. Prinz Carl von Preußen ließ diesen an ein mittelalterliches Kloster erinnernden Innenhof in den 1850er Jahren errichten – als Kulisse für seine wachsende Sammlung antiker Kunstwerke und byzantinischer Architekturfragmente. Die Backsteinarkaden, der zentrale Brunnen und die von Efeu umrankten Säulen schaffen eine Atmosphäre, die an einen italienischen Chiostro erinnert.

Auf einen Blick

Erbaut 1850er Jahre
Im Auftrag von Prinz Carl von Preußen
Zugänglich Ganzjährig frei begehbar
Keine Einschränkungen
Besonderheit Antike Skulpturen & Spolien
Byzantinische Architekturfragmente

Geschichte und Bedeutung

Prinz Carl von Preußen war ein leidenschaftlicher Sammler antiker Kunst. Auf seinen Italienreisen erwarb er Skulpturen, Reliefs und Architekturfragmente, die er in Glienicke in einem passenden Rahmen präsentieren wollte. Der Klosterhof wurde nach dem Vorbild italienischer Klosterkreuzgänge (Chiostri) gestaltet – mit rundbogigen Backsteinarkaden, die einen rechteckigen Innenhof mit Brunnen umschließen.

Die Backsteinarchitektur im romanisch-byzantinischen Stil mit Rundbögen, Blendarkaden und Terrakotta-Ornamenten war eine bewusste Inszenierung: Der Prinz wollte den Eindruck einer gewachsenen historischen Anlage erzeugen. Zwischen den Säulen platzierten Schinkel und seine Nachfolger antike Skulpturen, Relieffragmente und Inschriftensteine – eine Art Freilichtmuseum der Antike.

Heute ist der Klosterhof eines der beliebtesten Fotomotive im Park Glienicke. Der Blick durch die Arkaden auf den begrünten Innenhof mit dem plätschernden Brunnen und den von Efeu umrankten Skulpturen gehört zu den stimmungsvollsten Eindrücken der gesamten Potsdamer Parklandschaft.

Highlights beim Besuch

Praktische Infos

Lage & Anfahrt

Park Glienicke, Königstraße 36
14109 Berlin (Wannsee/Glienicke)

Direkt neben dem Casino Glienicke
Bus 316 ab S Wannsee oder Potsdam Hbf

Gut zu wissen

✓ Ganzjährig frei zugänglich
✓ Keine Eintrittsgebühr
✓ Fotografieren ohne Stativ erlaubt
✓ UNESCO-Welterbe
✓ Kombinierbar mit Casino & Jagdschloss

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