Das Marmorpalais ist zweifellos eines der schönsten und ungewöhnlichsten Schlösser Preußens. Direkt am Ufer des Heiligen Sees gelegen, spiegelt es sich malerisch im Wasser. Es war der erste Ziegelbau Preußens im frühklassizistischen Stil, erbaut ab 1787 für Friedrich Wilhelm II.
Architektur & Besonderheiten
Das Schloss beeindruckt durch seinen Kontrast: Roter Backstein trifft auf edlen schlesischen Marmor (daher der Name). Die Innenausstattung ist extrem kostbar und detailreich erhalten, darunter der Grottensaal, der Konzertsaal und die originalen Wohnräume mit englischen Möbeln und Wedgewood-Keramiken.
Vom Schloss aus hat man einen direkten Blick über den Heiligen See bis zur Glienicker Brücke und Babelsberg – eine perfekte Sichtachse, die bewusst so geplant wurde.
Was Sie drinnen erwartet
- Grottensaal: Ein prächtiger Festsaal im Erdgeschoss, der wie eine Grotte gestaltet ist.
- Orientalisches Kabinett: Ein Raum im türkischen Zeltstil (damals "en vogue").
- Terrassen: Wunderschöne Außenbereiche direkt am Wasser (bei Führungen oft Thema).
- Küche: Die Schlossküche liegt ausgelagert im "Tempel" nebenan, um Gerüche zu vermeiden (unterirdisch verbunden).
Umgebung & Spaziergang
Vom Marmorpalais führt ein herrlicher Uferweg entlang des Heiligen Sees. Im Sommer sehen Sie hier oft Badegäste, da einige Uferbereiche als Liegewiesen genutzt werden. In der anderen Richtung gelangen Sie zur Orangerie und zur Pyramide (Eiskeller).
Praktische Informationen
Besichtigung
In der Saison (April-Oktober) geöffnet (Di-So).
Nur mit Führung zu besichtigen.
Achtung:
Winterschließzeiten beachten.
Anreise
Tram 92/96: Bis "Reiterweg/Alleestr.", dann ca. 15 Min. Fußweg durch den Park.